Keine Scheinökologie zu Lasten der Wesselinger Steuerzahler


Junge Liberale Wesseling sprechen sich gegen die vom Stadtrat in Bornheim geplanten Windräder zwischen Bornheim-Sechtem und Wesseling-Keldenich aus.

In der Diskussion um die von der Stadt Bornheim geplanten bis zu 179 m großen Windkrafträder zwischen Sechtem und Keldenich haben nun auch die Jungen Liberalen (JuLis) Wesseling Stellung gegen eine solche Anlage bezogen.

Vor allem die geringe Effizienz stößt bei den JuLis auf massive Kritik. Nach einem von der Stadt Bornheim in Auftrag gegebenen Gutachten liegt eine solche erst ab einer Höhe von 150m vor, wobei nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) solche Anlagen als wirtschaftlich gelten, wenn sie mindestens 60 % der Leistung einer vergleichbaren Anlage unter optimalen Bedingungen an der Küste erbringen. „Macht es wirklich Sinn, solche
monströsen Windräder in der Landschaft zu platzieren, die sogar den Kölner Dom mit seiner Höhe von 157 m um 20 m übersteigen und dennoch eine vergleichsweise geringe Effizienz aufweisen?“, fragt Christoph Kotowski, Vorsitzender der JuLis Wesseling.

Ebenfalls kritisch sehen die Jung-Liberalen die durch den Bau der Windräder resultierende Sichtbelästigung. Diese ergibt sich nicht nur für die Anwohner, auch die Sicht vom Vorgebirge auf die Brühler Schlösser wäre massiv beeinträchtigt. Gleiches gilt für die umweltkulturell interessante Sichtachse zwischen dem Poppelsdorfer Schloss und Schloss Falkenlust. Zudem wäre die Sicht vom Bonner Norden auf den Kölner Dom durch die geplanten Windkrafträder versperrt. Die UNESCO, auf deren Weltkulturerbe-Liste die
Brühler Schlösser stehen, beobachtet die Planungen daher schon seit längerem. Als weiteren Faktor führen die die Wesselinger JuLis die Lärmbelästigung an. Um solche zu vermeiden, sieht das Land NRW einen Mindestabstand von 1500 m zu Wohngebieten vor. Durch die geplanten Neubaugebiete in Sechtem und am Eichholzer Acker würde dieser Abstand aber unterschritten werden.
„Selbst bei einer Entfernung von 1500m würde der Schalldruck noch ca. 40 db betragen, dies entspricht einer normalen Unterhaltung in einem Meter Entfernung. Nur eben den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch“, so Max Zöller, Mitglied bei den JuLis Wesseling.

Die JuLis stellen daher auch den direkten Nutzen der geplanten Anlagen für die Anwohner in Frage. Da die Windräder subventioniert werden, würden die Anwohner diese mitfinanzieren, ein günstigerer Strom dürfte indes jedoch nicht zu erwarten sein. Vielmehr hätten die Anwohner mit sinkenden Grundstückspreisen aufgrund der geringeren Attraktivität der Umgebung zu kämpfen.

Außerdem ist auch der Vogelflug nicht zu vernachlässigen. Windenergieanlagen dürfen in einem Vogelflugkorridor nicht errichtet werden. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz bereits in einem Urteil im Februar 2006. „Wer im Herbst mal in den Himmel geschaut hat, dem dürften die großen Mengen an vorbeiziehenden Wildgänsen nicht entgangen sein. Der Anblick dieser riesigen Formationen sollte auch in Zukunft nicht durch erschlagene Gänse getrübt werden", gibt Zöller weiter zu bedenken.

Christoph Kotowski, der bei der anstehenden Kommunalwahl für die FDP für den Wesselinger Stadtrat kandidiert, findet daher auch deutliche Worte: „Die JuLis Wesseling wenden sich entschieden gegen Steuergeldervergeudung und Scheinökologie vor den Toren Wesselings und unterstützen aus diesem Grund die Forderung der FDP Bornheim und Wesseling nach einem Stopp der Planungen. Wir sind dagegen, dass in dieses absolut ineffiziente Projekt Steuergelder fließen und die Landschaft dadurch verschandelt wird. Der
Umwelt bzw. dem Klima hilft dies nicht im geringsten und das Wohnen in diesem Gebiet würde hierdurch nicht gerade angenehmer.“

Neuigkeiten

Programmatik

Über uns

Unsere Ziele

Verbandschronik

Links

Kontakt

Impressum

Mitglied im Kreisverband